Fußball

Tottenham stoppte Liverpools Siegeszug, Debakel für Rangnick! Chelsea verkauft

Schlimmes Debakel für Österreichs künftigen Teamchef Ralf Rangnick, das den Hype, der mancherorts um sein Engagement herrscht, relativiert. Denn mit Manchester United beim Tabellenneunten Brighton/Hove mit 0:4 (0:1 unterzugehen, bedeutet kein Ruhmesblatt. Zuvor hatte Rangnick die Schuld für die enttäuschenden sechs Monate mit ihm auf der Trainerbank der Chefetage gegeben. Weil sie seine Wünsche nach neuen Stürmern in der Wintertransferzeit nicht erfüllte. Also kann man annehmen, dass in Old Trafford künftig auf die Tipps von Berater Rangnick nicht wirklich in die Tat umgesetzt werden.  Wenn schon die des Trainers Rangnick nicht umgesetzt wurden. Übrigens: Als Teamchef wird Rangnick aber auch nicht einkaufen können, sondern mit den vorhandenen Spielern auskommen müssen. Trotzdem glaubt er laut ÖFB-Präsident Gerhard Milletich die Europameisterschaft 2024 in seiner Heimat Deutschland mit Österreich aufmischen zu können.

Rangnicks Medienberater Raphael Honigatein meldete sich am Abend bei Sky in der Halbzeitpause des Schlagers zwischen Liverpool und Tottenham von der Anfield Road. Bei der Liverpools Siegesserie nach 13 Partien riss. Der Kolumbianer Luis Diaz, der Dienstag für den Umschwung in der Champions League gegen Villarreal gesorgt hatte, konnte mit einem abgefälschten Schuss nur den Rückstand, für den der Südkoreaner Heung Min Son sorgte, ausgleichen. Es blieb beim 1:1 (0:0), womit Meister Manchester City Sonntag die Chance hat, den Vorsprung im Titelduell gegen Liverpool auf drei Punkte auszubauen.

Die Meldung des Tages in England betraf bis zu Liverpools 1:1 den Verkauf von Chelsea. Der ging um 4,12 Milliarden Euro über die Bühne. An ein Konsortium um den 86-jährigen Schweizer Multimilliardär Hansjörg Wyss, der als großer Strippenzieher gilt, und den Amerikaner Todd Boehly, der den Baseball-Klub Los Angeles Dodgers besitzt. Die größten Anteile an den Blues dürfte aber der US-Investor Clearlake Capital halten. Daher ist Chelsea der achte Klub der Premier League unter amerikanischer Kontrolle. Von den 4,12 Milliarden müssen 2,90 auf ein eingefrorenes englisches Bankkonto gezahlt werden. Die werden laut des vormaligen Chelsea-Besitzers Roman Abramowitsch wohltätigen Zwecken zur Verfügung gestellt. 1,2 Milliarden müssen in den Klub investiert werden. Auf die Meldung vom Verkauf folgte nur  2:2 (0:0) gegen Wolverhampton an der Stamford Bridge. Ein Doppelpack des Belgiers Romelu Lukaku zur 2:0-Führung reichte nicht. Damit wackelt Platz drei. Arsenal kann Sonntag mit einem Heimsieg gegen Leeds bis auf einen Punkt herankommen, Tottenham liegt fünf Punkte hinter Chelsea.

Bei Ralph Hasenhüttls FC Southampton ist die Luft draußen. Das 0:3 im Norden Londons bei Brentford war die sechste Niederlage in den letzten neun Runden. Die ersten zwei Tore kassierten die Saints in der 13. und 14. Minute.  Bereits eine Woche zuvor hatte sich der einzige österreichische Trainer in der Premier League nach der 1:2-Heimpleite gegen Crystal Palace sehr geärgert: „Wann immer wir denken, dass wir einen Schritt vorwärtsmachen, vergeigen wir es. Vielleicht deshalb, weil wir einfach nicht gut genug sind.“ Die Bilanz in den 20 Partien dieses Jahres: Je vier Siege und Unentschieden, acht Niederlagen. Die schlimmste war das 0:6-Heimdebakel gegen Chelsea. Irgendwie ist Southampton auch eine Wundertüte: Auswärtssieg gegen Tottenham, daheim Arsenal geschlagen, gegen Manchester City und United jeweils ein Unentschieden, aber Niederlagen gegen Mannschaften, die nicht unter den ersten zehn liegen. Wie Crystal Palace, Aston Villa, Burnley oder Brentford. In Abstiegsgefahr ist Southampton vor seinen letzten zwei Spielen aber nicht. Abgestiegen ist nach Norwich auch endgültig Watford nach dem 0:1 bei Crystal Palace. Wie immer seit 21. Jänner saß Österreichs Teamtormann Daniel Bachmann auf der Bank. Sein Vertrag läuft bis 2024. Dass er an einen Klubwechsel denkt, liegt nahe.

Foto: FC Southampton.

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