Fußball

Um den ersten Sieger der Nations League – aber keiner merkt´s!

Von Mittwoch bis Sonntag geht´s in Portugal um den Sieger der ersten Nations League: Mittwoch empfängt im Semifinale Gastgeber Portugal im Estadio Dragao von Porto als hoher Favorit die Schweiz, Donnerstag steigt in Guimaraes der Schlager zwischen Holland und England. Die Sieger bestreiten Sonntag das Finale. Wer dort gewinnt, kassiert rund 10,5 Millionen Euro, ist aber noch nicht  fix bei der Endrunde der Europameisterschaft 2020. Das muss er über die direkte Qualifikation schaffen. Wenn ihm das wider Erwarten nicht gelingen sollte, kommt neun Monate später im März 2020 die zweite Chance im Play-off von 16 Teams um die letzten vier EM-Tickets.  Das könnten auch die letzte Chance für Österreich sein, sollte Platz zwei in der laufenden Qualifikation nicht geschafft werden. Noch mit dem Gruppensieg zu spekulieren, wäre in höchstem Maße unrealistisch. Zur Play-off-Teilnahme  könnte es aber nur kommen, falls mit Bosnien der Österreich-Bezwinger aus der Nations League selbst das EM-Ticket auf direktem Wege schafft.

Das Interesse am ersten Finalturnier ist überschaubar. Die Behauptung, keiner merkt´s, ist nicht maßlos übertrieben Obwohl alle ihre Topstars aufbieten. Portugal etwa Cristiano Ronaldo (Bild oben), die Engländer ihre Champions League_Sieger vom FC Liverpool wie Jordan Henderson oder Trent Alexander-Arnold, dazu Tottenhams Kapitän Harry Kane, Raheem Sterling von Manchester City, Dortmund-Star Jadon Sancho. Hollands Teamchef Ronald Koeman setzt auf sein bewährtes Duo im Abwehrzentrum, auf Matthijs de Ligt und van Virgil van Dijk. Wie man hört, könnte Ajax-Kapitän de Ligt nächste Saison auch van Dijks Partner bei Liverpool sein. Nach dem Triumph in der Champions League stehen 120 Millionen Euro für Einkäufe bereit, Ajax fordert für de Ligt 80. Der zweite Champions League-Sieger bei Holland außer van Dijk: Georgino Wijnaldum. DAZN überträgt alle Spiele aus Portugal live. Free-TV? Sicher in der Schweizer SRG. Der ORF hätte die Rechte, zeigt aber die Spiele nur fragmentarisch. Die Channel-Manager von ORF 1 wollten zur Prime-Time weder Schweiz-Portugal noch England-Holland live übertragen, sondern nur später die Highlights anbieten. Sonntag überschneidet sich das Endspiel mit dem Formel-1-WM-Lauf von Kanada. Sobald der ORF dort vertraglich aussteigen kann, schaltet er zum  Finale nach Porto.

International sorgten Dienstag andere Meldungen für mehr Aufsehen als die bevorstehende Nations League. Etwa der neue Trainer, den Max Wöber und Ex-Salzburg-Torjäger Munas Dabbur beim FC Sevilla bekommen: Es ist der im Herbst bei Real Madrid entlassene Julen Lopetegui, der einen Dreijahresvertrag bekam. Vor seiner kurzen Ära bei Real war Lopetegui erfolgreicher Teamchef von Spanien, hatte aber wenige Tage vor der WM gehen müssen, weil Real sein Engagement bekanntgegeben hatte,  Noch mehr wird in Österreich interessieren, das Marcel Sabitzer,Konrad Laimer und Hannes Wolf bei RB Leipzig künftig praktisch nicht mehr mit Ralf Rangnick zu tun haben werden. Dienstag endete die Amtszeit des bei den Salzburg-Fans und seit letzter Woche auch bei Österreichs U21-Teamchef Werner Gregoritsch nicht unbedingt beliebten Rangnick als Sportdirektor. Er wird sich künftig sozusagen als  übergeordneter „Außenminister“  um den Ausbau der Fußballstandorte von Red Bull in New York und Brasilien (Bragantino) kümmern. Bei Leipzig verlro er alle Kompetenzen, bei Salzburg hatte er seit drei Jahren keine mehr. Rangnicks Nachfolger als Sportdirektor bei Leipzig heißt Markus Krösche. Klub-Boss Oliver Mintzlaff zahlte eine Million an Sensationsaufsteiger Paderborn, um den 38jährigen Krösche aus dem Vertrag herauszukaufen.

Foto: © FIFA.com (Getty Images).

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