Fußball

Warum Ljubicic sogar auf Spuren von Ibrahimovic, Rooney und Schweinsteiger wandelt

Dienstag vormittag flog Dejan Ljubicic gemeinsam mit Berater Helge Payer über den großen Teich  einer neuen Fußballwelt entgegen. Mittwoch warten die medizinischen Checks bei Chicago Fire, dann ist das Kapitel Rapid Vergangenheit, steht dem Vierjahresvertrag bis 2024 nichts im Wege. Denn er nicht mit dem Klub, sondern mit der Major League Soccer abschließt. Das ist dort so Sitte. Das war auch schon so,als Andi Herzog 2004 die letzte Saison seiner aktiven Karriere bei Los Angeles Galaxy bestritt, als Andi Ivanschitz mit den Seattle Sounders 2016 Meister wurde.  Der 22 jährige Ljubicic wandelt mit seiner Unterschrift auf den Spuren großer Namen. Unter anderem von David Beckham, Wayne Rooney, Bastian Schweinsteiger bis zu Zlatan Ibrahimovic. Als sogenannter Designated Player.

Das sind diejenigen Spieler, die sozusagen mehr als erlaubt verdienen dürfen. In der Major League Soccer gibt es den Salary Cap, die sogenannte Team-Gehaltsgrenze für die 26  Mannschaften, zu denen heuer erstmals auch Inter Miami, der von Beckham geschaffene Klub zählt. Die Gehaltsgrenze soll Ausgeglichenheit garantieren. Die ersten 20 Kaderspieler dürfen zusammen nicht mehr als umgerechnet 3,5 Millionen Euro kosten. Keiner darf mehr als 445.000 Euro pro Jahr verdienen. Mit Ausnahmen von drei. Das sind die Designated Player. Die gab es zu Herzogs Zeiten noch nicht, die wurden erst 2007 erlaubt, um den Wechsel Beckhams von Real Madrid zu Los Angeles Galaxy zu ermöglichen. Von dem profitierten auch amerikanische Nationalspieler wie Michael Bradley, Clint Dempsey, Jozy Altidore oder Tormann Tim Howald, die mit Supergagen aus europäischen Topligen wieder in die USA gelockt wurden. Zahlreiche berühmte Namen hatten zum Ende ihrer Karriere auch den Status eines Designated Player, der für den Salary Cap mit 400.000 Euro Gehalt geführt wird. Das waren Italiens Weltmeister Andrea Pirlo, der Spanier David Villa, der Brasilianer Kaka, zuletzt eben Schweinsteiger, der letzte Saison beim neuen Ljubicic-Klub 4,2 Millionen Euro verdient haben soll und Zlatan Ibrahimovic bei Los Angeles Galaxy. Sein „Nachfolger“ in Kalifornien gilt als Topverdiener der Liga: Das ist der im Jänner vom FC Sevilla geholte Mexikaner Chicharito. 5,5 Millionen Euro pro Saison soll er bekommen.

In dieses Gehaltsniveau wird Ljubicic zwar nicht kommen, aber er wird es sich gegenüber Rapid doch merkbar verbessern. Chicagos Mannschaft ist derzeit mit ihrem neuen Schweizer Trainer Raphael Wicky, der „kolossale Möglichkeiten“ sieht, in Miami auf Trainingslager. Dorthin soll Ljubicic noch diese Woche fliegen. Die Saison beginnt am 29. Februar. Neun Legionäre aus Deutschland, Holland, Spanien, Slowenien, Polen, Costa Rica, Venezuela, Neuseeland und Uganda  scheinen derzeit im Kader auf. Auch Ex-Rapidler Robert Beric wird ein „designated player“ sein. Ivanschitz war es offiziell nicht, wie er als erster Österreicher Meister in der Major League Soccer wurde.  Auch in den USA verstehen es die Vereine sicher, in Sachen Bezahlung etwas zu „tricksen“.

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