Fußball

Zu schwach! Für LASK wird es nach 1:4 kein Wunder geben

Bisher war die Conference League für den LASK der positive Gegensatz zum enttäuschenden Abschneiden in der Bundesliga. Damit ist es jetzt auch vorbei: Im Achtelfinale war Tschechiens Meister Slavia Prag wie befürchtet zu gut für die Linzer, viel besser als die Gruppengegner aus Finnland, Israel und Armenien. Daher bezog der  LASK beim Hinspiel eine 1:4 (0:2)-Abfuhr. Auch wenn im Fußball alles möglich sein soll, kann man sich beim besten Willen nicht vorstellen, dass es nächsten Donnerstag beim Retourspiel in St.Pölten noch ein Wunder zum Aufstieg geben kann. Der LASK hat in diesem Jahr von sechs Pflichtspielen nur eines gewonnen. Es sieht alles danach aus, als bringe die erste Saison ohne Jürgen Werner, den sportlichen Mastermind des LASK-Aufschwungs in den letzten Jahren, einen Rückschritt.

Nach 29 Minuten lagen die Linzer 0:2 zurück. Zweimal schlug der 21 jährige Nigerianer Yira Sor zu. Bei der schnellen Führung nach drei Minuten unter Mithilfe von Tormann Alexander Schlager, beim 2:0 lief er nach einem Pass von EX-LASK-Legionär Mads Madsen der Abwehr davon, überspielte Schlager. Bereits zuvor stellte Trainer Andreas Wieland (Bild oben) von der Vierkette auf die Variante mit drei Innenverteidigern um, die sich bei den LASK-Erfolgen bewährt hatte. Aber Wieland stellte schon im Herbst auf Viererabwehr um, sicher und kompakt wirkte der LASK in der Defensive damit eigentlich selten. Was sicher mit dem Abgang von Gernot Trauner im letzten Sommer zu tun hat. Für ihn fand sich kein gleichwertiger Ersatz. Auch nicht im Winter.

In der zweiten Hälfte durfte der LASK, der in der ersten zu keiner Torchance kam, 16 Minuten lang hoffen. Als Husein Balic wie aus den Nichts nach einem Fehler des Nigerianers Peter Olayinka, der zuvor Aluminium traf, knapp das 3.0 verfehlte, der Anschlusstreffer gelang. Ein 1:2 wäre das beste an der LASK-Leistung gewesen. Doch es gelang nicht, dieses Resultat zu halten. Im Finish trafen Olayinka und Ibrahima Traore, ein Legionär von der Elfenbeinküste, innerhalb von zwei Minuten. Vier afrikanische Tore gegen die Linzer, nach denen Wieland  eingestehen musste: „Wir waren in allen Belangen unterlegen, trafen viele falsche Entscheidungen!“

Viel, viel besser lief es für den Ex-LASK-Kapitän. Gernot Trauner lag mit Feyenoord in Belgrad gegen Partizan zwar 0:1 und 1:2 zurück, gewann aber 5:2, steht damit so gut wie im Viertelfinale. Beim 1:0 von PAOK Saloniki gegen Gent spielte Stefan Schwab ab der 80. Minute, Thomas Murg ab der 86. Minute. Adrian Grbic verlor mit Rapid-Bezwinger Vitesse Arnheim daheim gegen AS Roma 0:1. Aufstiegschancen hat noch Teamkeeper Heinz Lindner mit dem FC Basel nach dem 1:2 bei Olympique Marseille.

Eher keine mehr Aleksandar Dragovic in der Europa League. Roter Stern Belgrad war im Ibrox Park gegen die Glasgow Rangers chancenlos, verlor 0:3 (0:2).

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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