Fußball

Zwei Tore und ein Assist: Kainz-Gala im Karneval! Auch Sabitzer traf

Seit Markus Gisdol Mitte November beim 1.FC Köln Trainer wurde, gab es noch schwerere Zeiten für die Österreicher in der Domstadt. Louis Schaub musste gehen, Florian Kainz durfte nie von Beginn an spielen. Wurde von Gisdol nur sechsmal eingewechselt. Letzten Sonntag überzeugt er dabei bei der 1:4-Heimpleite  gegen Bayern München so, dass ihn Gisdol Samstag im Berliner Olympiastadion gegen Hertha BSC geradezu in der Startelf bringen musste. Diese Chance nützte Kainz mitten im Kölner Karneval: Er erzielte beim unerwarteten 5:0 (3:0)-Kantersieg vor der Pause unter Mithilfe des norwegischen Torhüters Rune Jarstein das 3:0, nach der Pause aus einem Konter das 4:0, gab schon den Assist zum schnellen Führungstor des Kolumbianers Jhon Cordoba nach vier Minuten. Dabei bekam der Grazer kurz vor Anpfiff noch eine andere Rolle als geplant. Da sich Kapitän Jonas Hector beim Aufwärmen verletzte, musste er von der linken auf die rechte Seite wechseln. Spielte keine Rolle.

Kölns Mannschaft feierte den Karneval letzten Dienstag in gewohnt großem Stil. Siege am Karnevalswochenende bedeuten aber eine Kölner Seltenheit. Das 5:0 bedeutete erst den dritten seit der Jahrtausendwende, den ersten seit elf Jahren. Womit der Aufsteiger neun Punkte vor den Abstiegsplätzen liegt. Es waren die ersten Tore von Kainz für Köln in der Bundesliga, sein fünfter Assist. Zur Karnevalszeit scheint er sich aber wohl zu fühlen: Seinen zuvor einzigen Doppelpack in der Bundesliga erzielte er für Werder Bremen auch in diesen Tagen. Am 12. Februar 2018 gegen Wolfsburg. Kainz, der Karnevalspezialist.

5:0 gewannen auch zwei andere Österreicher: Marcel Sabitzer und Konrad Laimer mit RB Leipzig im Schlager bei Schalke 04, der höchste Auswärtssieg seit dem Aufstieg in die Bundesliga. An dem Kapitän Sabitzer großen Anteil hatte: Er brachte in der ersten Minute Leipzig mit einem 20 Meter-Schuss, bei dem Schalkes Tormann Alexander Nübel ins Leere griff, in Führung und damit so richtig in Schwung. Zur Pause hatte Leipzig 10 Torschüsse, Schalke  keinen. Die Überlegenheit kam erst nach der Paus so richtig in Form von vier Toren zum Tragen: „Ich hätte nicht gedacht, dass es drei Tage nach der Champions League gegen Tottenham ein so einfaches Spiel wird“, gestand Sabitzer nachher. „Sky“-Kommentator  Lothar Matthäus „adelte“ ihn als Mann des Spiels. Laimer begann trotz lädierter Schulter, sah nach fünf Minuten Gelb, ist im nächsten Spiel gegen Leverkusen gesperrt. Trainer Julian Nagelsmann lobte eine außerordentliche Leistung, bei der Leipzig sechs Kilometer mehr lief als die Verlierer, bei denen kein Österreicher begann. Alessandro Schöpf kam bei 0:1, Michael Gregoritsch erst bei 0:3, Guido Burgstaller gar nicht.

Leipzig blieb mit nur einem Punkt Rückstand Bayern München auf den Fersen, was Stefan Lainer mit Mönchengladbach nicht gelang. Das 1:1 (1:0) gegen Hoffenheim mit seinen Landsleuten Florian Grillitsch und Christoph Baumgartner und ehemaligen Salzburg-Mitspielern Munas Dabbur, der bald mit einer schweren Oberschenkelverletzung ausschied, und Diadie Samassekou fühlte sich wie eine Niederlage an. Denn Gladbach ließ als bessere Mannschaft viele Chancen liegen, vergab einen Elfmeter. Und kassierte nach 93 Minuten den Ausgleich nach einem Eckball durch den kurz davor für Grillitsch eingewechselten 21 jährigen Brasilianer Lucas Ribeiro. Die Vorarbeit leistete Baumgartner per Kopf. Gladbach hat ein Spiel weniger als Bayern. Wird der Nachtrag gegen Köln gewonnen,  beträgt der Rückstand auf Platz eins drei Punkte.  Mit dem 2:0 (1:0) in Freiburg, bei dem Markus Suttner nach 20 Minuten verletzt ausschied, feierte Kevin Stöger mit Fortuna Düsseldorf im Abstiegskampf ein wichtiges Erfolgserlebnis. Das ist Ex-Salzburg-Torjäger Erling Haaland bei Borussia Dortmund schon gewohnt: Neuntes Tor im sechsten Bundesligaspiel zum 2:0-Endstand bei Werder Bremen mit dem rechten Fuß. Dortmund liegt vier Punkte hinter Bayern, drei hinter Leipzig.

Seine erste Niederlage bezog hingegen Louis Schaub in der zwweiten Liga mit dem Hamburger SV. Und das ausgerechnet im Hamburger Derby gegen St. Pauli vor 57.000 Zuschauern im ausverkauften Volksparkstadion. Beim 0:2 (0:2)  beherrschten die Verlierer zu Beginn eindeutig die Szene,trafen Latte und Stange. Ein Schaub-Fehlpass in der gegnerischen Hälfte führte hingegen zum Führungstreffer des Außenseiters, der das Spiel völlig drehte. Auch die eingewechselten Martin Harnik und Lukas Hinterseer konnten die zweite Derbyniederlage dieser Saison  nicht mehr verhindern, durch die Hamburg im Aufstiegsrennen ins Trudeln kam. Rang zwei, der den direkten Aufstieg bringt, ging an den VfB Stuttgart verloren, der Vierte Heidenheim liegt nur drei Punkte hinter Hamburg. „Das ist sehr bitter und tut sehr weh“, gestand Schaub nachher, „wir haben jetzt zwei Spiele ohne Sieg, müssen rasch wieder in die Spur finden!“

Foto: Twitter.

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