Fußball

Bickels Chancen steigen in der Schweiz! Konkursgefahr bei Lindner und Holzhauser

In der Schweiz geht die Meisterschaft bereits Samstag weiter. Da es beim westlichen Nachbarn weder Punkteteilung noch Play-off gibt, steht mit Titelverteidiger Young Boys Bern der neue Meister auch schon fest. Bei 19 Punkten Vorsprung auf den FC Basel nur allzu logisch. Der offizielle Saisonauftakt war wie üblich letzten Montag der Swiss Football Night Award, diesmal in Luzern. Wo Klubbosse, Sportchef, Trainer, Spieler etc. über den grünen Teppich in den Saal marschieren, im Mittelpunkt stehen. So etwas auch in Österreich zu probieren, um die Liga für einen Abend in den Mittelpunkt zu stellen, wäre eine Idee, über die sich Ligavorstand Christian Ebenbauer den Kopf zerbrechen könnte oder sogar tun müsste In Luzern sah man einige Gesichter mit Österreich-Bezug: Teamkeeper Heinz Lindner als Kapitän von Grasshoppers,  der als Kandidat für den besten Torhüter nominiert war, aber dem Schweizer Jonas Omlin vom FC Basel den Vortritt lassen musste. Sein Klubkollege Raphael Holzhauser, Thorsten Fink ihr Trainer mit Austria-Vergangenheit, Ex-Teamchef Marcel Koller als Basel-Trainer, Ex-Salzburg-Trainer Peter Zeidler für den FC St.Gallen, der den bei Rapid durchgefallenen Schweizer Stürmer Jeremy Guillemenot übernahm, Stefan Maierhofer, der mit Zweitligist Aarau kam, Georg Pangl als Generalsekreär der Vereinigung der europäischen Ligen.

Das Kontingent der österreichischen Legionäre in der Schweizer Super League wuchs über den Winter um den ehemaligen Austria-Torhüter Osman Hadzikic (Bild oben) Nach einem halben Jahr Pause seit der Trennung von Violett unterschrieb der 22jährige  beim Cupsieger und Tabellenvierten FC Zürich bis 2021.  Damit haben beide Züricher Klubs einen Österreicher im Tor. Lindner, in dessen letzter Saison bei Austria Hadzikic die Nummer zwei hinter ihm war ist bei den Grasshoppers gesetzt, der in Klosterneuburg geborene Hadzikic beim Stadtrivalen vorerst nur Nummer drei hinter dem 25jährigen Schweizer Yannick Brecher  und dem 38jährigen lettischen Teamtorhüter Andrij Vanins, dessen Vertrag bis 2020 verlängert wurde. Hadzikic, der fünf Spiele in Österreichs U21 bestritt, muss sich erst nach oben kämpfen. Sein  39jähriger Trainer Ludovic Magnin, früher als Schweizer Teamspieler auch Legionär bei Werder Bremen und VfB Stuttgart, gilt als ein sehr leidenschaftlicher Coach. Die bisherigen Lokalderbys dieser Saison gegen Grasshoppers gewann der neue Hadzikic-Klub zweimal 2:0.

Bei Grasshoppers geht angeblich die Konkursgefahr um. Zumindest laut Schweizer Medien. Weil mit Heinz Spross einer der drei Finanziers des Klubs zum Jahreswechsel ausstieg, seine Anteile an seine Partner Stephan Anliker und Peter Stüber, mit denen er Differenzen hatte, verkaufte. Damit gehören dem Klubpräsidenten sowie dem Hauptimporteur von Mercedes in der Schweiz je 45 Prozent des Traditionsklubs. Laut der hochseriösen NZZ müssten beide rasch je eine Summe zwischen drei und vier Millionen Euro investieren, um den Finanzkollaps der Hoppers zu verhindern. Für Stüber, dessen Vermögen auf mindestens 800 Millionen geschätzt wird, sollte dies kein Problem sein, wenn er will. Dann wäre die Konkursgefahr beseitigt. Aber der Rekordmeister ist von Stübers guten Willen abhängig. Als Vorletzter schwebt Grasshoppers in Abstiegsgefahr. Sonntag geht es daheim im Letzigrund gegen den FC Basel weiter, der den 21jährigen Ex-Salzburg-Stürmer Dimitri Oberlin nach Italien zu Empoli verleihen wird. Bei Koller war Oberlin nicht sehr gefragt, meist nur Reservist.

Gestiegen sind seit Jahresbeginn die Chancen von Rapids Sportchef Fredy Bickel, in der Heimat neuer Manager der Schweizer Nationalmannschaft zu werden. Die Kandidatenliste schrumpfte von bisher sechs auf drei, zu denen Bickel gehört. Drei sagten nämlich ab, stehen nicht zur Verfügung. Darunter auch Favorit Christoph Spycher, Bickels sehr erfolgreicher Nachfolger bei Young Boys Bern. Also scheint Bickel bei den bisherigen Kontaktgesprächen nicht abgesagt zu haben.

Foto: Freshfocus.

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